Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

17. September 2013

Datenschutz
USA: Überwachung am Arbeitsplatz

Aus­ge­späht und abge­hört — Die Über­wa­chung in den USA ist kei­ne exklu­si­ve Domä­ne der Geheim­diens­te. In der Sen­dung von SWR2 Wis­sen vom 16. Sep­tem­ber 2013 breich­tet Simo­ne Hamm über die gän­gi­ge Über­wa­chungs­pra­xis in US‐​amerikanischen Unter­neh­men.

Die Kame­ra samt Mikro­fon im Büro und regel­mä­ßi­ge Screen­shots vom Arbeits­platz der Mit­ar­bei­ter — In den USA ist das für vie­le Men­schen mitt­ler­wei­le nor­mal:

„Wäh­rend man sich in Deutsch­land über die Kame­ra­über­wa­chung in Super­märk­ten erregt, hat man sich im frei­en Ame­ri­ka längst damit abge­fun­den, dass Ange­stell­te an ihrem Arbeits­platz pau­sen­los von Über­wa­chungs­ka­me­ras gefilmt und ihre Gesprä­che auf­ge­zeich­net wer­den. Soft­ware­fir­men ver­die­nen gut an Pro­gram­men, die die Dienst­com­pu­ter über­wa­chen. Abhö­ren und aus­spä­hen ist in den USA ganz legal.“

In Deutsch­land stockt der­weil die Dis­kus­si­on über den Arbeit­neh­mer­da­ten­schutz. Anfang 2013 wur­de das „Gesetz zur Rege­lung des Beschäf­tig­ten­da­ten­schut­zes“ mehr­fach auf die Tages­ord­nung des Innen­aus­schus­ses und des Bun­des­tags gesetzt. Wegen hef­ti­ger Pro­tes­te ver­zich­te­te die Koali­ti­on aus CDU/​CSU und FDP am Ende auf die Abstim­mung im Bun­des­tag. Die SPD‐​Bundestagsfraktion hat­te einen eige­nen Ent­wurf vor­ge­legt und sprach beim Regie­rungs­ent­wurf von einer „Mogel­pa­ckung“. Der Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rer Tho­mas Opper­mann sag­te: „Ein sol­ches Gesetz schafft kei­nen Betriebs­frie­den. Es ist ein Arbeit­neh­mer­über­wa­chungs­ge­setz“.

In ihrem Regie­rungs­pro­gramm zur Bun­des­tags­wahl schreibt die SPD:

„Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer brau­chen am Arbeits­platz einen bes­se­ren Schutz vor Über­wa­chung und dem unkon­trol­lier­ten Abspei­chern sen­si­bler Per­so­nal­da­ten. Für den bes­se­ren Per­sön­lich­keits­schutz der Beschäf­tig­ten am Arbeits­platz ist ein eige­nes Arbeit­neh­mer­da­ten­schutz­ge­setz not­wen­dig. Gewerk­schaft­li­che Ver­trau­ens­leu­te und so genann­te Whist­leb­lo­wer brau­chen ver­läss­li­chen Schutz vor Dis­kri­mi­nie­rung am Arbeits­platz.“

Links

Steffen Voß

Arbei­tet als Online‐​/​Social‐​Media‐​Referent bei der SPD Schleswig‐​Holstein und ist hier als Mit­glied des Arbeits­krei­ses Digi­ta­le Gesell­schaft der SPD Schleswig‐​Holstein als ehren­amt­li­cher Admin erreich­bar. Alle Mei­nungs­äu­ße­run­gen sind pri­vat.

More PostsWeb­site

Fol­low Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr

Schlagwörter: , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.