Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

16. September 2014

NSA-Überwachungsskandal
Ein Jahr NSA Skandal – Aufenthalt für Edward Snowden ermöglichen

Zum außer­or­dent­li­chen Lan­des­par­tei­tag der SPD Schleswig‐​Holstein hat der Arbeits­kreis Digi­ta­le Gesell­schaft bean­tragt, die Bun­des­re­gie­rung auf­zu­for­dern dem US‐​amerikanischen Whist­leb­lo­wer Edward Snow­den einen siche­ren und zeit­lich unbe­grenz­ten Auf­ent­halt von Edward Snow­den in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zu ermög­li­chen. Der Arbeits­kreis unter­stützt damit aus­drück­lich eine ent­spre­chen­de For­de­rung des SPD‐​Landesvorsitzenden Ralf Steg­ner aus dem Juni 2013. Vor­la­ge für den Antrag ist eine Initia­ti­ve der SPD‐​Fraktion in der Bre­mi­schen Bür­ger­schaft.

Die SPD Schleswig‐​Holstein for­dert die Land­tags­frak­ti­ons auf,

  • die Lan­des­re­gie­rung auf­zu­for­dern sich für einen siche­ren und zeit­lich unbe­grenz­ten
  • Auf­ent­halt von Edward Snow­den in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein­zu­set­zen und auf allen poli­ti­schen Ebe­nen im Sin­ne die­ser For­de­rung tätig zu wer­den, die  Bun­des­re­gie­rung  auf­zu­for­dern,  die  Zusam­men­ar­beit  deut­scher Nach­rich­ten­diens­te  und  öffent­li­cher Stel­len mit ande­ren  west­li­chen Nach­rich­ten­diens­ten trans­pa­rent zu machen
  • und dem Lan­des­vor­stand über ihre Bemü­hun­gen Bericht zu erstat­ten.

Begründung

Bereits im weni­ge Tage nach dem Bekannt­wer­den von Edward Snow­dens Ent­hül­lun­gen hat unser Lan­des­vor­sit­zen­e­der, Ralf Steg­ner, gefor­dert, dass man dem Whist­leb­lo­wer in Deutsch­land Asyl gewäh­ren müss­te. Das unter­stüt­zen wir.

Edward Snow­den, US‐​Bürger und ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter der Natio­nal Secu­ri­ty Agen­cy (NSA), dem größ­ten ame­ri­ka­ni­schen Aus­lands­ge­heim­dienst, hat ein hohes per­sön­li­ches Risi­ko auf sich genom­men, indem er mit Daten­ko­pi­en ekla­tan­te Geset­zes­brü­che sei­nes vor­ma­li­gen Arbeit­ge­bers publik gemacht und die Öffent­lich­keit vor des­sen Aus­spä­hungs­me­tho­den gewarnt hat.

Bis­her ver­öf­fent­lich­te Doku­men­te bele­gen die umfang­rei­chen Über­wa­chungs­struk­tu­ren meh­re­rer west­li­cher Geheim­diens­te. Die Über­wa­chung von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, Regie­run­gen und Insti­tu­tio­nen, auch befreun­de­ter Staa­ten, wur­de fest­ge­stellt. In der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land haben der US‐​amerikanische Geheim­dienst NSA und der bri­ti­sche Geheim­dienst GCHQ sys­te­ma­tisch Meta‐ und Inhalts­da­ten der elek­tro­ni­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on  aus­spio­niert.  Die  Grund­rech­te  von  Bür­ge­rin­nen  und  Bür­gern  in Deutsch­land wur­den und wer­den dadurch mas­siv ver­letzt. Eine  anlass­lo­se  Über­wa­chung  schafft  ein  Kli­ma  der  Angst  und  des  Miss­trau­ens: Abwei­chen­des  Ver­hal­ten  und  Indi­vi­dua­li­tät  wer­den  zum  Anfangs­ver­dacht.  Sol­che Pro­gram­me sind nicht nur eine Bedro­hung der Pri­vat­sphä­re, sie bedro­hen auch die Mei­nungs­frei­heit und offe­ne Gesell­schaf­ten. Edward Snow­den wird auf­grund sei­ner Ver­öf­fent­li­chun­gen von den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka poli­tisch ver­folgt.

Snow­den hat sich um die Sicher­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und um die poli­ti­schen Inter­es­sen  der  Bun­des­re­pu­blik  Deutsch­land  ver­dient  gemacht.  Die  Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land hat die mora­li­sche Pflicht, War­nern wie Edward Snow­den einen siche­ren und zeit­lich unbe­fris­te­ten Auf­ent­halt zu ermög­li­chen.

Steffen Voß

Arbei­tet als Online‐​/​Social‐​Media‐​Referent bei der SPD Schleswig‐​Holstein und ist hier als Mit­glied des Arbeits­krei­ses Digi­ta­le Gesell­schaft der SPD Schleswig‐​Holstein als ehren­amt­li­cher Admin erreich­bar. Alle Mei­nungs­äu­ße­run­gen sind pri­vat.

More PostsWeb­site

Fol­low Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr

Schlagwörter: , , ,

Ein Kommentar

  1. […] Gesell­schaft hat­te im Sep­tem­ber auf dem SPD‐​​​Landesparteitag einen ähn­li­chen Antrag nach Vor­bild der Bre­mi­schen Bür­ger­schaft gestellt und gleich­falls einen siche­ren […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.