Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

23. April 2015

Wirtschaft
Buchpreisbindung für E‐​Books rechtlich absichern

Siegmund Ehrmann | Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll / Florian Jänicke)
Siegmund Ehrmann | Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll / Florian Jänicke)

Die SPD‐​Bundestagsfraktion begrüßt die Initia­ti­ve von Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Gabri­el, die Buch­preis­bin­dung zukünf­tig auch für E‐​Books recht­lich abzu­si­chern. Das stärkt die Posi­ti­on in den TTIP‐​Verhandlungen und sichert die kul­tu­rel­le Viel­falt von Büchern und Buch­hand­lun­gen.

„Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Gabri­el will die in Deutsch­land gel­ten­de Buch­preis­bin­dung auch für E‐​Books recht­lich absi­chern. Das ist eine gute Nach­richt“, sagt Sieg­mund Ehr­mann, zustän­di­ger Bericht­erstat­ter der SPD Bun­des­tags­frak­ti­on. „Im Koali­ti­ons­ver­trag wei­sen wir auf die mit der Digi­ta­li­sie­rung ver­bun­de­nen Ver­än­de­run­gen der Medi­en­welt ins­be­son­de­re für Print­me­di­en hin. Bereits vor einem Jahr beschloss die Gro­ße Koali­ti­on den ver­min­der­ten Mehr­wert­steu­er­satz auch für Hör­bü­cher, nun wird die Buch­preis­bin­dung gestärkt.

Die Buch­preis­bin­dung ist eines der wich­tigs­ten Instru­men­te, um die Viel­falt der Bücher und der Buch­hand­lun­gen in Deutsch­land zu erhal­ten. Die­ser Schritt ist auch mit Blick auf die Ver­hand­lun­gen zum Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP von immenser Bedeu­tung. Dass die Buch­preis­bin­dung durch TTIP tat­säch­lich gefähr­det sein könn­te, ist bis­lang nicht erkenn­bar. Jedoch ist es wich­tig, dass das Buch­preis­bin­dungs­ge­setz zukünf­tig aus­drück­lich auf E‐​Books ange­wen­det wer­den kann. TTIP darf einer sol­chen Poli­tik­maß­nah­me nicht ent­ge­gen­ste­hen.

Neben die­ser wich­ti­gen Initia­ti­ve dür­fen wir nicht die vie­len Autoren, Über­set­zer – die Urhe­ber — ver­ges­sen, die maß­geb­lich am Ent­ste­hen des Wer­kes Buch betei­ligt sind. Sie müs­sen ange­mes­sen betei­ligt und ver­gü­tet wer­den, damit auch zukünf­tig gute Bücher ent­ste­hen.

Am heu­ti­gen „Welt­tag des Buches und des Urhe­ber­rechts“ unter­streicht die­se Initia­ti­ve die Bedeu­tung, die SPD und Uni­on dem Buch und den Urhe­bern bei­mes­sen.

„An sich ist nichts weder gut noch böse; das Den­ken macht es erst dazu.“ hat Wil­liam Shake­speare vor mehr als 400 Jah­ren in „Ham­let“ sagen las­sen. Das beschreibt, wie wich­tig das Buch und das Lesen sind. Der „Welt­tag des Buches und des Urhe­ber­rechts“, am heu­ti­gen Todes­tag von Shake­speare und Cer­van­tes began­gen, fin­det in mehr als 100 Län­dern als Fei­er­tag für das Lesen, für Bücher und die Rech­te der Autoren statt.“

Steffen Voß

Arbei­tet als Online‐​/​Social‐​Media‐​Referent bei der SPD Schleswig‐​Holstein und ist hier als Mit­glied des Arbeits­krei­ses Digi­ta­le Gesell­schaft der SPD Schleswig‐​Holstein als ehren­amt­li­cher Admin erreich­bar. Alle Mei­nungs­äu­ße­run­gen sind pri­vat.

More PostsWeb­site

Fol­low Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr

Schlagwörter: , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.