Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

4. März 2015

Glasfaserausbau
Mehr Geld für Breitbandausbau sichern

Martin Dörmann | Pressefoto
Martin Dörmann | Pressefoto

Mit der Eini­gung inner­halb der Koali­ti­on auf ein Mil­li­ar­den­pa­ket für Kom­mu­nen, Ver­kehrs­we­ge und schnel­les Inter­net wird ein gro­ßer Sprung beim Aus­bau der digi­ta­len Infra­struk­tur mög­lich, um die Aus­bau­zie­le der Gro­ßen Koali­ti­on umzu­set­zen.

Im Koali­ti­ons­ver­trag von CDU/​CSU und SPD heißt es:

„Wir wol­len Regio­nen, die nicht min­des­tens eine Daten‐​Geschwindigkeit von 2 Mbit/​s haben, so schnell wie mög­lich erschlie­ßen. Bis zum Jahr 2018 soll es in Deutsch­land eine flä­chen­de­cken­de Grund­ver­sor­gung mit min­des­tens 50 Mbit/​s geben“

Mar­tin DMar­tin Dör­manndiger Bericht­erstat­ter der SPD‐​Bundestagsfraktion sag­te: „Minis­ter Dob­rindt muss nun die ein­ma­li­ge Chan­ce nut­zen, durch ent­spre­chen­de Fest­le­gun­gen in sei­nem Minis­te­ri­um bzw. Abspra­chen mit dem Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter ins­ge­samt min­des­tens drei Mil­li­ar­den Euro für den Breit­band­aus­bau zu sichern.“

Die digi­ta­le Spal­tung zwi­schen Bal­lungs­räu­men und unter­ver­sorg­ten länd­li­chen Räu­men müs­se end­gül­tig über­wun­den wer­den, fuhr Mar­tin Dör­mann fort. In den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen hat­te sich die dama­li­ge Arbeits­grup­pe Wirt­schaft auf jähr­lich eine Mil­li­ar­de Euro För­der­mit­tel für den Breit­band­aus­bau ver­stän­digt. Das wären — nach einer ein­jäh­ri­gen Umset­zungs­frist — etwa drei Mil­li­ar­den Euro in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode gewe­sen. Erst in der letz­ten gro­ßen Run­de war die­ser Finan­zie­rungs­teil allei­ne wegen der begrenz­ten Finanz­mit­tel gekippt wor­den. Nun kann die ursprüng­li­che Ziel­set­zung doch noch erreicht wer­den.

Digitalen Dividende II

Vor­aus­set­zung ist, dass gut ein Drit­tel der jetzt fest­ge­leg­ten zusätz­li­chen 4,35 Inves­ti­ti­ons­mit­tel im Bereich Ver­kehr und digi­ta­le Infra­struk­tur, also min­des­tens 1,5 Mil­li­ar­den Euro, für Breit­band­pro­gram­me gewid­met wer­den. Bereits mit den Län­dern fest­ge­legt ist die ent­spre­chen­de Ver­wen­dung der gemein­sa­men Ein­nah­men aus der so genann­ten „Digi­ta­len Divi­den­de II“. Hin­zu­kom­men muss noch die Ver­wen­dung der Ver­stei­ge­rungs­er­lö­se in den ande­ren Fre­quenz­be­rei­chen, die in 2015 zur Ver­ga­be durch die Bun­des­netz­agen­tur ste­hen (900‐ und 1800‐​MHz‐​Bänder). Die Min­dest­ge­bo­te hier­für lie­gen bei knapp 900 Mil­lio­nen. Da es sich um eine Ver­stei­ge­rung han­delt, ist auch ein höhe­rer Betrag mög­lich, der für die­se Fre­quenz­be­rei­che allei­ne in den Bun­des­haus­halt fließt.

Steffen Voß

Arbei­tet als Online‐​/​Social‐​Media‐​Referent bei der SPD Schleswig‐​Holstein und ist hier als Mit­glied des Arbeits­krei­ses Digi­ta­le Gesell­schaft der SPD Schleswig‐​Holstein als ehren­amt­li­cher Admin erreich­bar. Alle Mei­nungs­äu­ße­run­gen sind pri­vat.

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