Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

14. Oktober 2015

Hörtipp
Prekäres Arbeiten in Zeiten des Plattformkapitalismus

Foto: Alper Çuğun - CC BY 2.0

Für Migranten bietet Uber einen besseren Einstieg in den Arbeitsmarkt als viele der klassischen Alternativen in der Bau- oder Reinigungsbranche, stellt Sebastian Strube in seinem Beitrag für den Zündfunk fest. Er hat sich auf die Spur moderner Ausbeutung gemacht und sich dabei nicht nur auf die sogenannte „Sharing Economy“ konzentriert. Bulgarische Arbeiter im Reinigungsdienst renomierter Hotels sind ihren Arbeitgeber zum Teil noch mehr ausgeliefert als die Fahrer beim Betreiber der Taxi-App.

Uber kassiert 30% vom Preis aller Fahrten – da bleibt nur wenig für die Fahrer selbst. Aber immerhin bekommen sie das tatsächlich ausgezahlt. Ausländische Arbeiter in Deutschland werden oft von Subunternehmen von Subunternehmen angestellt, haben keine Rechte gegenüber ihren Arbeitgebern und werden nur teilweise oder gar nicht bezahlt. Die Auftraggeber haben keinerlei Risiko – das wird vollkommen auf die Schwächsten im System abgewälzt.

„Gleichzeitig mit dem sogenannten regulären Niedriglohnsektor ist ein riesiger schwarzer Arbeitsmarkt entstanden, voller Scheinselbständigkeit und unentwirrbarer Geflechte von Subunternehmen. Im Bau-, Post- und Reinigungsgewerbe kann man sich Subunternehmen tatsächlich auf Ebay ersteigern. 16.000 Subunternehmer haben im Jahr 2013 Briefe ausgetragen, allein 11.000 für die Post.“

Den kompletten Beitrag kannst Du auf br.de nachhören.

Steffen Voß

Mitglied des Arbeitskreises Digitale Gesellschaft der SPD Schleswig-Holstein.

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