Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

28. Mai 2015

Schleswig-Holstein
Zwölf Schulen als digitale Modellschulen ausgezeichnet

Britta Ernst, Bildungsministerin
Britta Ernst, Bildungsministerin | Foto: Steffen Voß

Zwölf Schulen haben es seit heute schwarz auf weiß: Sie sind Sieger des Wettbewerbs und Modellschulen im Projekt „Lernen mit digitalen Medien“ des Bildungsministeriums. Bei der Preisverleihung in Kiel gratulierte Bildungsministerin Britta Ernst den Preisträgern und sagte: „Die digitale Zukunft hat längst begonnen – Schule muss da mithalten. Wir wollen, dass unsere Kinder in der Schule die Kompetenzen und Motivation für ein lebenslanges Lernen vermittelt bekommen, dass sie neugierig auf die Welt des Wissens werden. Deshalb ist das digitale Lernen ein Schwerpunkt unserer Arbeit.“ Britta Ernst: „Die digitale Kommunikation verändert das Arbeitsleben und die gesamte Gesellschaft. Darauf müssen wir die nachwachsenden Generationen vorbereiten.“

Wie groß das Interesse und der Bedarf der Schulen sei, zeige die Zahl der Bewerbungen: Von 820 angeschriebenen Schulen haben 111 Schulen Anträge eingereicht. „Ich danke allen teilnehmenden Schulen und bin sehr gespannt auf die eingereichten Konzepte“, sagte Ernst. Eine Jury aus externen Fachleuten und Vertreterinnen und Vertretern des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein hatte aus den Bewerbungen zwölf Preisträger gewählt, auf die das Gesamt-Preisgeld von 200.000 Euro verteilt wird.

Anfang des Jahres hatte das Bildungsministerium die Schulen im Land aufgefordert, sich mit ihren digitalen Konzepten zu bewerben. „Es hat sich gezeigt, dass wir schon viele Schulen haben, die sehr aktiv den praktischen Einsatz digitaler Medien im Unterricht verfolgen“, sagte Ernst. Sie bezeichnete es als erfreulich, dass alle Schularten unter den Bewerbern vertreten seien: „Digitales Lernen fängt schon in der Grundschule an.“ Auffallend seien die unterschiedlichen Ansätze der Bewerber-Schulen gewesen. „Hier zeigt sich, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, mit digitalen Medien den Unterricht und das Lernen zu gestalten – gerade auch im Sinne einer besseren individuellen Förderung des einzelnen Kindes“, sagte Ernst.

In ihren Bewerbungen hatten die Schulen dargestellt, welche innovativen Konzepte sie haben zum Einsatz digitaler Medien im alltäglichen Unterricht. Dabei ging es zum Beispiel darum, wie die Smartphones der Schülerinnen und Schüler produktiv als Arbeitsgerät in den Unterricht integriert werden können oder um ein Konzept zum verantwortungsbewussten und zielgerichteten Umgang mit digitalen Medien. Die Ideen reichten vom Medienpass über den Einsatz von Tablets bis hin zur Legoprogrammierung. Anhand von sechs Kriterien – pädagogisches Konzept, technisches Konzept, Reichweite, Zeitplan, Nachhaltigkeit und Unterstützungsbedarf – hat dann die Jury ihre Auswahl getroffen.

Die Jury bestand aus folgenden Fachleuten:

  • Prof. Dr. Heidrun Allert, Abteilung Medienpädagogik/Bildungsinformatik an der
    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Prof. Dr. Christian Filk, Seminar für Medienbildung an der Europa-Universität
    Flensburg
  • Nico Lumma, Freier Berater im Bereich digitale Entwicklung
  • Hans Joachim Beckers, IHK Schleswig-Holstein
  • Hartmut Karrasch, Sachgebietsleiter E-Learning, Digitale Online-Medien, IQSH
  • Thore-Olaf Kühn, Sachgebietsleiter IT-Beratung und Schulung, Landesnetz Bil-
    dung, IQSH
  • Dr. Gesa Ramm, Abteilungsleiterin Schulentwicklung und IT-Medien, IQSH

Einladung zur Fachtagung

Das „Lernen in einer digitalen Welt“ ist auch Thema einer großen Fachtagung zu der das Bildungsministerium im Rahmen des Bildungsdialogs einlädt. Sie findet am Sonnabend, 6. Juni, im RBZ Wirtschaft in Kiel statt. Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte haben dabei Gelegenheit über die unterschiedlichen Aspekte des Themas mit Experten zu diskutieren. Nico Lumma, freier Berater im Bereich digitale Entwicklung aus Hamburg, wird einen Vortrag zum Thema „Deutschland auf dem Weg in die digitale Gesellschaft“ halten und Prof. Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn und Mitautorin der ICILS-Studie spricht zur Frage „Wie bereitet die Schule auf die digitale Gesellschaft vor?“.
Anmeldungen sind noch möglich unter pressestelle@bimi.landsh.de

Die ausgewählten Modellschulen

  1. Berufsbildungszentrum Rendsburg-Eckernförde, Rendsburg
  2. Regionales Berufsbildungszentrum Technik, Kiel
  3. Peter-Härtling-Schule, Schleswig
  4. Goethe-Gemeinschaftsschule, Kiel
  5. Freiherr-vom-Stein-Schule, Neumünster
  6. Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule, Bad Schwartau
  7. Emil-Nolde-Schule, Bargteheide
  8. Hermann-Löns-Schule, Ellerbek
  9. Grundschule Müssen, Müssen
  10. Helen-Keller-Schule, Wahlstedt
  11. Auguste-Viktoria-Schule, Flensburg
  12. Stormarnschule, Ahrensburg

Steffen Voß

Arbeitet als Online-/Social-Media-Referent bei der SPD Schleswig-Holstein und ist hier als Mitglied des Arbeitskreises Digitale Gesellschaft der SPD Schleswig-Holstein als ehrenamtlicher Admin erreichbar. Alle Meinungsäußerungen sind privat.

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