Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

21. Oktober 2016

Bundespolitik
Nachrichtendienste: Zentrale Forderungen der SPD werden Gesetz

Foto: Alper Çuğun - CC BY 2.0

Heu­te ver­ab­schie­det der Bun­des­tag mit den Geset­zen zur Reform des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes (BND) und zur Stär­kung des Par­la­men­ta­ri­schen Kon­troll­gre­mi­um (PKGr) zwei Mei­len­stei­ne: Wir regeln erst­mals und welt­weit ein­ma­lig die Erfas­sung von Aus­lands­kom­mu­ni­ka­ti­on durch den BND und des­sen Koope­ra­ti­on mit Part­ner­diens­ten. Außer­dem stär­ken wir die exter­ne Kon­trol­le der Nach­rich­ten­diens­te. Die SPD-​Bundestagsfraktion hat mit ihren Eck­punk­ten im ver­gan­ge­nen Jahr die Grund­la­ge für kla­re Regeln und mehr Trans­pa­renz gelegt.

Burkhardt Lischka

Burk­hardt Lisch­ka | Foto: Danie­la Las­ke

Burk­hard Lisch­ka, innen­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-​Bundestagsfraktion und Spre­cher im Par­la­men­ta­ri­schen Kon­troll­gre­mi­um: „Wir haben als trei­ben­de Kraft die Grund­la­ge dafür gelegt, dass mit der Ver­ab­schie­dung bei­der Geset­ze Kon­se­quen­zen aus dem ekla­tan­ten Ver­sa­gen der Sicher­heits­be­hör­den gezo­gen wer­den: Sowohl im Kom­plex NSU als auch im Zuge der NSA-​Affäre haben die Ergeb­nis­se zwei­er Unter­su­chungs­aus­schüs­se gezeigt, dass es drin­gen­den Hand­lungs­be­darf gibt. Unse­re zen­tra­len Vor­schlä­ge wer­den Gesetz.

Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nicht zu Unrecht viel Ver­trau­en in unse­re Nach­rich­ten­diens­te ver­lo­ren. Die­ses Ver­trau­en müs­sen wir mit kla­ren Regeln für die Diens­te zurück­ge­win­nen. Denn eines ist klar: In Zei­ten gro­ßer Ver­un­si­che­rung durch den inter­na­tio­na­len Ter­ro­ris­mus brau­chen wir drin­gend die Erkennt­nis­se von Nach­rich­ten­diens­ten zur Gewähr­leis­tung unse­rer Sicher­heit. Infor­ma­tio­nen müs­sen mit Part­ner­diens­ten aus­ge­tauscht wer­den. Ohne eine sol­che Zusam­men­ar­beit hät­ten wir kei­ne Infor­ma­tio­nen von ame­ri­ka­ni­schen Nach­rich­ten­diens­ten über Per­so­nen wie Dscha­ber al‑Bakr bekom­men.

Dort, wo der BND im Auf­trag der Bun­des­re­gie­rung und im Ein­klang mit der Ver­fas­sung Daten erfas­sen soll, gibt es nun welt­weit ein­ma­li­ge gesetz­li­che Grund­la­gen und eine funk­tio­nie­ren­de Kon­trol­le. Der BND darf nicht län­ger ein Eigen­le­ben füh­ren.

Mit dem refor­mier­ten BND-​Gesetz wird nicht rechts­wid­ri­ges Ver­hal­ten im Nach­hin­ein lega­li­siert. Son­dern es wird dem BND gesetz­lich erlaubt, ordent­lich sei­ne legi­ti­me Arbeit zu machen. Ein beson­de­rer Schutz von Berufs­grup­pen ist bei der soge­nann­ten stra­te­gi­schen Fern­mel­de­auf­klä­rung des BND im Übri­gen weder tech­nisch noch recht­lich mach­bar. Weder für Deut­sche noch welt­weit.

Wir holen den BND heu­te aus der recht­li­chen Grau­zo­ne. Die Beharr­lich­keit der SPD-​Bundestagsfraktion, die die Reform gegen vie­le Wider­stän­de in den Diens­ten und der Uni­on durch­ge­setzt hat, hat sich hier aus­ge­zahlt. Eine effek­ti­ve par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le und die Stär­kung unse­rer Sicher­heit schlie­ßen sich nicht aus, son­dern sind Ele­men­te einer frei­heit­li­chen Demo­kra­tie.“

Steffen Voß

Arbei­tet als Online-​/​Social-​Media-​Referent bei der SPD Schleswig-​Holstein und ist hier als Mit­glied des Arbeits­krei­ses Digi­ta­le Gesell­schaft der SPD Schleswig-​Holstein als ehren­amt­li­cher Admin erreich­bar. Alle Mei­nungs­äu­ße­run­gen sind pri­vat.

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