Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

25. Februar 2016

Arbeiten 4.0
Positionspapier zur Zukunft der Arbeit beschlossen

Foto: Metropolico.org - CC BY-SA 2.0

Indus­trie 4.0, Arbei­ten 4.0, Fach­kräf­te­si­che­rung, Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie durch mehr Fle­xi­bi­li­tät in der digi­ta­li­sier­ten Arbeits­welt: Mit dem bis Ende 2016 ange­leg­ten Dia­log­pro­zess Arbei­ten 4.0 schafft Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les einen Rah­men für den Dia­log über die Zukunft der Arbeit. Die SPD‐​Bundestagsfraktion hat hier­zu ein Posi­ti­ons­pa­pier beschlos­sen und dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les zuge­lei­tet.

Kat­ja Mast, Spre­che­rin für Arbeit und Sozia­les der SPD‐​Bundestagsfraktion sag­te: „In unse­rem Dia­log­bei­trag zum Grün­buch­pro­zess des Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­ums für Arbeit und Sozia­les beto­nen wir, dass die (digi­ta­le) Zukunft der Arbeit mehr Chan­cen als Risi­ken bie­tet – vor­aus­ge­setzt, sie wird rich­tig gestal­tet. Den Job der SPD sehen wir dar­in, zukünf­tig dafür zu sor­gen, dass der Mensch bei all die­sen Ver­än­de­run­gen nicht auf der Stre­cke bleibt. Das heißt ganz beson­ders: Wir müs­sen Fort‐ und Wei­ter­bil­dung aus­bau­en und stär­ken, damit mög­lichst vie­le Men­schen beruf­lich mit­hal­ten kön­nen.

Unser Debat­ten­bei­trag betont des­we­gen, dass die Bun­des­agen­tur für Arbeit in einem ers­ten Schritt zu einer Bun­des­agen­tur für Arbeit und Qua­li­fi­zie­rung wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den soll­te – und zwar zunächst mit einem stär­ker aus­ge­präg­ten Schwer­punkt bei der Bil­dung und Wei­ter­bil­dung im Erwerbs­le­ben. Als Zukunfts­mo­dell wol­len wir die Arbeits­ver­si­che­rung, die auch durch Tarif­ver­ein­ba­run­gen ergänzt wer­den kann. Die Arbeits­ver­si­che­rung soll stär­ker pro­ak­tiv und lebens­be­glei­tend Wei­ter­bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung för­dern, damit die Beschäf­tig­ten selbst­be­stimmt ihre beruf­li­chen Zie­le ver­wirk­li­chen kön­nen.

Not­wen­dig ist auch, dass die betrieb­li­che Mit­be­stim­mung in einer digi­ta­li­sier­ten Arbeits­welt wirk­sam erhal­ten bleibt. Dies ist eine zen­tra­le Zukunfts­auf­ga­be, der sich die Gewerk­schaf­ten als Tarif­par­tei und die Betriebs­rä­te in den Betrie­ben vor Ort eben­so wie die Arbeit­ge­ber stel­len müs­sen. Klar ist, dass es dazu eine Fort­ent­wick­lung des gesetz­li­chen Rah­mens bedarf, damit die Gewerk­schaf­ten die Beschäf­tig­ten effek­tiv ver­tre­ten und wei­ter­hin auf Augen­hö­he mit den Arbeit­ge­bern ver­han­deln kön­nen.

Wei­te­re Anpas­sun­gen des Arbeits‐ und des Sozi­al­rechts an die Erfor­der­nis­se einer digi­ta­li­sier­ten Arbeits­welt sind eben­so not­wen­dig. Es geht ins­be­son­de­re um die Absi­che­rung der Lebens­ri­si­ken Arbeits­lo­sig­keit, Krank­heit, Pfle­ge und feh­len­de oder unzu­rei­chen­de Alters­vor­sor­ge. Arbeits­ver­si­che­rung, Bür­ger­ver­si­che­rung und Erwerbs­tä­ti­gen­ver­si­che­rung sind die Stich­wor­te für neue Ansät­ze – das neue Fun­da­ment sozia­ler Sicher­heit.“

Steffen Voß

Arbei­tet als Online‐​/​Social‐​Media‐​Referent bei der SPD Schleswig‐​Holstein und ist hier als Mit­glied des Arbeits­krei­ses Digi­ta­le Gesell­schaft der SPD Schleswig‐​Holstein als ehren­amt­li­cher Admin erreich­bar. Alle Mei­nungs­äu­ße­run­gen sind pri­vat.

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