Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

16. März 2016

Urheberrecht
Urhebervertragsrecht passiert Bundeskabinett

Foto: Lam+Faiz @ Lafa - CC BY 2.0

Eine ange­mes­se­ne Ver­gü­tung von Krea­ti­ven, die mit ihren Wer­ken kul­tu­rel­le Viel­falt in Deutsch­land schaf­fen, ist im Inter­es­se aller. Die­se ange­mes­se­ne Ver­gü­tung wur­de von Ver­wer­tern in der Ver­gan­gen­heit zu oft unter­wan­dert. Der vom Bun­des­ka­bi­nett beschlos­se­ne Geset­zes­ent­wurf hat daher das Ziel, die Urhe­ber in ihren Rech­ten gezielt zu stär­ken.

Chris­ti­an Fli­sek, zustän­di­ger Bericht­erstat­ter der AG Recht und Ver­brau­cher­schutz der SPD‐​Bundestagsfraktion sag­te: „Das Bun­des­ka­bi­nett setzt mit dem Gesetz­ent­wurf über die Novel­lie­rung des Urhe­ber­ver­trags­rechts wich­ti­ge Akzen­te im Urhe­ber­recht. Unser Ziel: Eine ange­mes­se­ne Ver­gü­tung von Krea­ti­ven, die mit ihren Wer­ken kul­tu­rel­le Viel­falt in Deutsch­land schaf­fen.

In der Ver­gan­gen­heit konn­ten Ver­wer­ter die an sich im gel­ten­den Recht vor­ge­se­he­ne ange­mes­se­ne Ver­gü­tung zu leicht umge­hen. So wur­den nicht sel­ten „total buy out“-Verträge abge­schlos­sen, die den Urhe­bern spä­te­re Erträ­ge aus ihrem Werk ver­weh­ren. Zugleich ließ die Gefahr des „black lis­ting“ – also die Gefahr, im Fal­le beharr­li­cher Rech­te­wah­rung kei­ne Fol­ge­auf­trä­ge zu erhal­ten – vie­le Urhe­ber dar­auf ver­zich­ten, ihre Ansprü­che auch tat­säch­lich gericht­lich durch­zu­set­zen. Des­halb gilt es, die Urhe­ber­sei­te gezielt zu stär­ken. So sol­len etwa nach dem heu­te vom Kabi­nett gebil­lig­ten Geset­zes­ent­wurf den Ver­bän­den der Krea­ti­ven Ver­bands­kla­gen ermög­licht wer­den, damit die­se die Urhe­ber­rech­te ihrer Mit­glie­der ein­kla­gen kön­nen.

Der Aus­schuss für Kul­tur und Medi­en hat­te die zen­tra­len Neu­re­ge­lun­gen des Refe­ren­ten­ent­wurfs in einem inter­nen Fach­ge­spräch bereits dis­ku­tiert. Im nun ein­set­zen­den par­la­men­ta­ri­schen Ver­fah­ren zum Gesetz­ent­wurf wer­den wir uns wei­ter mit den zen­tra­len Rege­lun­gen des Gesetz­ent­wur­fes aus­ein­an­der­set­zen und die­se inten­siv prü­fen. Beson­de­res Augen­merk muss dabei ohne Zwei­fel auf die Vor­schlä­ge zum Rück­ruf­recht und zum Aus­kunfts­an­spruch gelegt wer­den, die uns beson­ders wich­tig sind.

Für uns als SPD‐​Bundestagsfraktion steht bei der Reform des Urhe­ber­ver­trags­rechts außer Fra­ge, dass Künst­ler und Krea­ti­ve von ihrer Arbeit leben kön­nen müs­sen. Das Recht am geis­ti­gen Eigen­tum muss auch in einer digi­ta­len Welt durch­setz­bar und damit eine ange­mes­se­ne Ver­gü­tung bei neu­en Nut­zungs­for­men auch rea­li­sier­bar sein. “

Steffen Voß

Arbei­tet als Online‐​/​Social‐​Media‐​Referent bei der SPD Schleswig‐​Holstein und ist hier als Mit­glied des Arbeits­krei­ses Digi­ta­le Gesell­schaft der SPD Schleswig‐​Holstein als ehren­amt­li­cher Admin erreich­bar. Alle Mei­nungs­äu­ße­run­gen sind pri­vat.

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