Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

Debatten

Der Staat muss seinen digitalen IQ erhöhen

„Die wich­tigs­ten Pro­duk­ti­ons­mit­tel sei­en nicht mehr nur Maschi­nen und Fabri­ken, son­dern Daten“, zitier­te heise.de Andrea Nah­les aus einer Ver­an­stal­tung ihrer Par­tei zum 200. Geburts­tag von Karl Marx.[1] „Es lohnt sich, heu­te den digi­ta­len Kapi­ta­lis­mus und Marx genau in den Blick zu neh­men“, sag­te sie. „Nah­les schlug vor, zu über­le­gen, ob bei­spiels­wei­se die gro­ßen Platt­for­men im Inter­net ab einer bestimm­ten Grö­ße ihre Daten­men­gen mit den Wett­be­wer­bern tei­len müss­ten“, berich­te­te heise.de, „Die Daten wür­den somit zu einem Gemein­schafts­gut.“ mehr…

Menschen und Daten

Alle reden vom Wetter

Muss man wis­sen, wer unter dem Regen­schirm geht, um Regen vor­her­zu­sa­gen?

 „Alle reden vom Wet­ter. Wir nicht“ – die­ser Slo­gan stand auf dem wohl berühm­tes­ten Pla­kat des Sozia­lis­ti­schen Deut­schen Stu­den­ten­bun­des (SDS) aus dem Jahr 1968. Vor stylishem roten Hin­ter­grund waren die Kon­ter­feis von Karl Marx, Fried­rich Engels und Wla­di­mir Iljitsch Lenin zu sehen – „hing damals in jeder lin­ken WG an der Wand“, schrieb Der Tages­spie­gel. Aller­dings war der Slo­gan ein Pla­gi­at: Der Wet­ter­spruch wur­de ursprüng­lich zwei Jah­re zuvor für eine viel beach­te­te Wer­be­kam­pa­gne der Deut­schen Bun­des­bahn erdacht. mehr…

Privatisierung durch die Hintertür

Pri­va­te Unter­neh­men über­neh­men immer mehr Auf­ga­ben, Ser­vices und Dienst­leis­tun­gen von der öffent­li­chen Hand. Doch sind Digi­ta­li­sie­rung und Moder­ni­sie­rung öffent­li­cher Ver­wal­tun­gen womög­lich nur ein Euphe­mis­mus für Pri­va­ti­sie­rung?, fragt Evge­ny Moro­zov.

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Meinungsfreiheit braucht Anonymität und keine Klarnamenpflicht

Der bedeu­tends­te Sozi­al­de­mo­krat der Neu­zeit ist den meis­ten nur unter sei­nem Ali­as­na­men bekannt. Kaum jemand kennt den bür­ger­li­chen Namen von Wil­ly Brandt: Her­bert Ernst Karl Frahm. Bei Wil­ly Brandt wür­den wohl Netz­werk­be­trei­ber mit Klar­na­men­pflicht wie Xing oder Face­book ver­schärft nach­fra­gen und ihm im Zwei­fel die Nut­zung des Diens­tes wegen Ver­sto­ßes gegen die Nut­zungs­be­din­gun­gen unter­sa­gen. Der Raus­wurf von Wil­ly Brandt wäre zwei­fels­oh­ne ein ech­ter Ver­lust für den Dis­kurs auf dem betref­fen­den Netz­werk. Wenn es nach dem Wil­len eini­ger Poli­ti­ker gin­ge, müss­te man Letz­te­res hin­neh­men, um Hass­re­den im Inter­net wirk­sam abzu­weh­ren. mehr…