Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

Buchtipp

Der Staat muss seinen digitalen IQ erhöhen

„Die wich­tigs­ten Pro­duk­ti­ons­mit­tel sei­en nicht mehr nur Maschi­nen und Fabri­ken, son­dern Daten“, zitier­te heise.de Andrea Nah­les aus einer Ver­an­stal­tung ihrer Par­tei zum 200. Geburts­tag von Karl Marx.[1] „Es lohnt sich, heu­te den digi­ta­len Kapi­ta­lis­mus und Marx genau in den Blick zu neh­men“, sag­te sie. „Nah­les schlug vor, zu über­le­gen, ob bei­spiels­wei­se die gro­ßen Platt­for­men im Inter­net ab einer bestimm­ten Grö­ße ihre Daten­men­gen mit den Wett­be­wer­bern tei­len müss­ten“, berich­te­te heise.de, „Die Daten wür­den somit zu einem Gemein­schafts­gut.“ mehr…

Wollen wir wirklich frei sein?

„Der Mensch ist ein Luxus­we­sen“[1], schreibt Byung-​Chul Han in Psy­cho­po­li­tik und meint mit Luxus eine Lebens­form, die frei von Not­wen­dig­keit ist. Es ver­wun­dert daher nicht, dass das Inter­net auf die Men­schen eine so gro­ße Anzie­hungs­kraft aus­übt, wur­de das digi­ta­le Netz doch ursprüng­lich als Medi­um unbe­grenz­ter Frei­heit gefei­ert: „Der ers­te Wer­be­slo­gan von Micro­soft ‚Whe­re do you want to go today?‘ sug­ge­rier­te die gren­zen­lo­se Frei­heit und Mobi­li­tät im Web.“ Doch „[d]iese anfäng­li­che Eupho­rie erweist sich heu­te als eine Illu­si­on“. mehr…

Drohnen sind wie Dämonen

Alles und nichts. Ja und nein. Nur schein­bar ein Wider­spruch – jeden­falls nicht dann, wenn man die Welt aus dem Blick­win­kel einer digi­ta­len Welt­for­mel betrach­tet. mehr…

Iss diese Wurzel! Das Drama des Fortschritts von Johano Strasser

Über Anek­do­ten lacht man umso mehr, je rea­li­täts­na­her sie sind. Etwa so, wie bei die­ser Kurz­ge­schich­te, die den medi­zi­ni­schen Fort­schritt über die Jahr­hun­der­te in Form von Anwei­sun­gen eines Arz­tes (oder Hei­lers) an sei­nen Pati­en­ten lako­nisch zusam­men­fasst: mehr…

Daten, Märkte und ein Quäntchen Moral

Ob Unter­neh­mer, Ver­bands­funk­tio­nä­re oder Wirt­schafts­jour­na­lis­ten: „[e]s ist, als gin­gen sie alle, sobald sie die Kampf­are­na der Märk­te betre­ten, stolz durch ein Tor mit der Auf­schrift ‚Hier endet die Welt der gesell­schaft­li­chen Nor­men von Moral und Sitt­lich­keit‘“, schreibt Tho­mas Mey­er in sei­nem aktu­el­len Arti­kel „Moral, Grund­recht und Märk­te“ in Neue Gesell­schaft –Frank­fur­ter Hef­te. Als sei die Wirt­schaft eine Art exter­ri­to­ria­les Gelän­de, auf dem den mora­li­schen Geset­zen bes­ten­falls eine Rol­le am Ran­de zuge­stan­den wird. mehr…

Es heischt nach Like

„Heu­te befin­den wir uns inso­fern in einer Kri­se des Schö­nen, als das Schö­ne zu einem Objekt des Gefal­lens, des Like, zum Belie­bi­gen und Behag­li­chen geglät­tet wird. Erret­tung des Schö­nen ist Erret­tung des Ver­bind­li­chen“, schreibt Byung-​Chul Han in sei­nem aktu­el­len Essay Die Erret­tung des Schö­nen. mehr…

Keine Killerroboter in Sicht

Was hat ein deut­scher Poli­zist im Jahr 2064, was er heu­te noch nicht hat? Ganz ein­fach: eine Frau als Vor­ge­setz­te und einen Robo­ter als Kol­le­gen. Obwohl die Poli­tik ger­ne den Bei­fall für fünf­zig Jah­re erfolg­rei­che Frau­en­för­de­rung ern­ten wür­de, so ist klar, dass die Frau­en ihren gesell­schaft­li­chen Auf­stieg nur sich selbst zu ver­dan­ken haben: „Die Gleich­be­hand­lung haben sich die Frau­en selbst erkämpft, indem sie sich best­mög­li­che Aus­bil­dung ver­schaff­ten und här­ter arbei­te­ten“, heißt es in Ger­ma­ny 2064. mehr…

Stau in der Nacht

Zur Dissonanz zwischen Politik und Technologie oder: Ein Rechner ohne Namen

 „Bekannt­lich hat schon der jun­ge Marx die Auf­fas­sung ver­tre­ten, der kapi­ta­lis­ti­sche Pro­duk­ti­ons­pro­zess füh­re not­wen­dig zu einer fünf­fa­chen Ent­frem­dung der Sub­jek­te von ihren Hand­lun­gen (ihrer Arbeit), von ihren Pro­duk­ten (den Din­gen), von der Natur, von ande­ren Men­schen (der sozia­len Welt) und schließ­lich von sich selbst[1], schreibt Hart­mut Rosa in sei­nem Buch Beschleu­ni­gung und Ent­frem­dung. mehr…

Evgeny Morozov

Eine humane Gesellschaft durch digitale Technologien?

Evge­ny Moro­zov dis­ku­tiert im aktu­el­len Band der Rei­he „Phi­lo­so­phie und Poli­tik“ die Fra­ge, wie Big Data nicht nur dem neo­li­be­ra­len Markt­ra­di­ka­lis­mus dient. Als einer der wich­tigs­ten Kri­ti­ker der digi­ta­len Welt, warnt Evge­ny Moro­zov seit Jah­ren, die Fas­zi­na­ti­on des tech­ni­schen Fort­schritts sol­le nicht blind machen für neue Gefähr­dun­gen. Der blo­ße Glau­be an ein­fa­che tech­ni­sche Lösun­gen — Moro­zov sprach von Solu­tio­nism — hel­fe nicht wei­ter. mehr…

Digital Detox für digitale Junkies

„Mitt­ler­wei­le setzt sich in natio­na­len und inter­na­tio­na­len Fach­krei­sen die Erkennt­nis durch, dass wir es bei der Inter­net­ab­hän­gig­keit tat­säch­lich mit einem eigen­stän­di­gen Krank­heits­bild im Sin­ne der Such­ter­kran­kung zu tun haben.“1, stellt Dr. med. Bert te Wildt, Ober­arzt der Ambu­lanz der Kli­nik für Psy­cho­so­ma­tik und Psy­cho­the­ra­pie des LWL-​Universitätsklinikum in Bochum, in sei­nem Buch Digi­tal Jun­kies, fest. mehr…