Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

Christian Flisek

NSA-Überwachungsskandal

Jetzt zügig weitere Ermittlungsschritte einleiten

„Wir begrü­ßen es aus­drück­lich, dass der Gene­ral­bun­des­an­walt davon Abstand genom­men hat, die Vor­er­mitt­lungs­ver­fah­ren in Sachen NSA kom­plett ein­zu­stel­len.“ sag­te Chris­ti­an Fli­sek (SPD), Spre­cher im NSA-​Untersuchungsausschuss, nach dem der Gene­ral­bun­des­an­walt ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen unbe­kannt hin­sicht­lich der Aus­spä­hung eines Mobil­te­le­fons der Kanz­le­rin eröff­net hat. Er sehe dort einen Anfangs­ver­dacht der geheim­dienst­li­chen Agen­ten­tä­tig­keit nach Para­graf 99 Straf­ge­setz­buch. „Ich erwar­te daher, dass der Gene­ral­bun­des­an­walt nun zügig alle erfor­der­li­chen Ermitt­lungs­schrit­te wie Zeu­gen­be­fra­gun­gen, Sicher­stel­lung und Aus­wer­tung von Beweis­mit­teln ergreift, um die­sen Anfangs­ver­dacht wei­ter zu unter­mau­ern. Der Gene­ral­bun­des­an­walt soll­te jetzt auch inten­siv prü­fen, wie er die Erkennt­nis­se von Edward Snow­den in sei­ne Ermitt­lun­gen ein­be­zie­hen kann. Eine unver­bind­li­che Anfra­ge bei sei­nem Anwalt in Deutsch­land reicht da aus mei­ner Sicht nicht aus,“ sag­te Chris­ti­an Fli­sek wei­ter. mehr…

Burkhardt Lischka

NSA-Überwachungsskandal

„Guter Tag für den Rechtsstaat!“ — Zu den NSA-​Ermittlungen des Generalbundesanwalts

„Gene­ral­bun­des­an­walt Harald Ran­ge hat in der heu­ti­gen Sit­zung des Aus­schus­ses für Recht und Ver­brau­cher­schutz aus­führ­lich dar­ge­legt, wes­halb er Ermitt­lun­gen im Fall des Abhö­rens des Han­dys von Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel auf­neh­men wird. Der Anfangs­ver­dacht der Spio­na­ge und Agen­ten­tä­tig­keit hat sich dem­nach erhär­tet,“ sag­te Burk­hard Lisch­ka, Spre­cher für Recht und Ver­brau­cher­schutz der SPD-​Bundestagsfraktion. Gene­ral­bun­des­an­walt Harald Ran­ge hat­te zuvor erklärt Ermitt­lun­gen wegen des Abhö­rens des Kanzlerinnen-​Handys auf­zu­neh­men. mehr…

Hannes Swoboda | Foto: Steffen Voß

Europa

Swoboda über NSA-​Schnüffelei und US-​Handelsgespräche: „EU-​Datenschutz ist nicht verhandelbar“

Wäh­rend tag­täg­lich neue Ent­hül­lun­gen über das Aus­maß der Schnüf­fe­lei der US-​amerikanischen Natio­na­len Sicher­heits­be­hör­de NSA gegen euro­päi­sche Bür­ger und Spit­zen­po­li­ti­ker auf­tau­chen, wer­den auch Vor­schlä­ge in den Raum gestellt, wie der Daten­schutz gestärkt wer­den kann. Han­nes Swo­bo­da, Vor­sit­zen­der der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Frak­ti­on im Euro­päi­schen Par­la­ment, sag­te dazu: „Ich bin über­rascht, dass vor­ge­schla­gen wird, den Daten­schutz in die Ver­hand­lun­gen über die Trans­at­lan­ti­sche Handels- und Inves­ti­ti­ons­part­ner­schaft mit den USA auf­zu­neh­men. Daten­schutz ist kein The­ma für Ver­hand­lun­gen zwi­schen der EU und den USA – oder irgend­ei­nem ande­ren Land. Es soll nicht dar­um gehen, bila­te­ra­le Ver­ein­ba­run­gen über einen ver­wäs­ser­ten Kom­pro­miss zu errei­chen, son­dern dar­um, ange­mes­se­ne Daten­schutz­stan­dards für alle EU-​Bürger fest­zu­le­gen und durch­zu­set­zen, und zwar mit den USA und mit allen unse­ren inter­na­tio­na­len Part­nern.“ mehr…

NSA-Überwachungsskandal

Oppermann: „Bürgerrechte ein wichtiger Teil der Koalitionsverhandlungen“

Im Anschluss an die Sit­zung des Par­la­men­ta­ri­schen Kon­troll­gre­mi­ums (PKGr) zeig­te sich der SPD Innen­ex­per­te Tho­mas Opper­mann besorgt und er beton­te, dass der Schutz der Bür­ger­rech­te auch ein wich­ti­ger Teil der Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen sein wird. mehr…

Thomas Oppermann | Foto: Gerrit Sievert

Bundespolitik

Oppermann: „Wer die Kanzlerin abhört, der hört auch die Bürger ab“

Nach Berich­ten des SPIE­GELs gibt es Hin­wei­se, dass US-​Geheimdienste auch das Mobil­te­le­fon von Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) über­wa­chen. Nach­dem die­se mitt­ler­wei­le direkt von US-​Präsident Oba­ma Auf­klä­rung ver­langt hat, bestell­te heu­te Außen­mi­nis­ter Gui­do Wes­ter­wel­le (FDP) den US-​Botschafter ein. Weni­ger über­rascht zeig­te sich SPD-​Innenexperte Tho­mas Opper­mann: „Der Vor­wurf zeigt ein­mal mehr, dass sich unse­re Befürch­tun­gen bestä­tigt haben. Wer die Kanz­le­rin abhört, der hört auch die Bür­ger ab.“ mehr…

Thomas Oppermann

Bundespolitik

Oppermann: „Die NSA gefährdet die Datensicherheit von allen Bürgern“

Noch vor kur­zen emp­fahl Innen­mi­nis­ter Hans-​Peter Fried­rich (CSU) den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, ihre Daten zu ver­schlüs­seln — die aktu­el­len Ent­hül­lun­gen des Ex-​NSA-​Mitarbeiters Edward Snow­den machen klar, dass das nicht mehr funk­tio­niert: Die NSA kann auch ver­schlüs­sel­ten Internet-​Traffic aus­wer­ten. Der US-​Geheimdienst koope­riert dafür mit Soft­ware­fir­men, die ent­spre­chen­de Zugriff­mög­lich­kei­ten ein­bau­en. Der SPD-​Innenexperte Tho­mas Opper­mann sag­te. „Es ist nicht akzep­ta­bel, wenn der ame­ri­ka­ni­sche Geheim­dienst plan­mä­ßig Sicher­heits­lü­cken und Hin­ter­tü­ren in unse­re Com­pu­ter ein­baut. Die neu­en Ent­hül­lun­gen zei­gen, dass im NSA-​Skandal — anders als die Bun­des­re­gie­rung behaup­tet — rein gar nichts geklärt ist. mehr…

Gesche Joost

Bundespolitik

Gesche Joost kritisiert Vorschläge der Bundesregierung

Zum 8-​Punkte-​Programm der Bun­des­re­gie­rung für einen bes­se­ren Schutz der Pri­vat­sphä­re erklärt Gesche Joost, Mit­glied im Kom­pe­tenz­team von Peer Stein­brück: „Das „8 Punk­te Pro­gramm“ der Bun­des­re­gie­rung ist ein Sam­mel­su­ri­um inef­fi­zi­en­ter Maß­nah­men – und geht am Kern der Sache voll­kom­men vor­bei: Der NSA eine kla­re Gren­ze zu zie­hen — das mas­sen­haf­te Aus­spä­hen der Deut­schen muss gestoppt wer­den.“ mehr…

Thomas Oppermann | Foto: Gerrit Sievert

Bundespolitik

Oppermann fordert weiter Aufklärung im NSA-​Skandal

Geheim­dienst­ko­or­di­na­tor Ronald Pofal­la (CDU) will die Debat­te um den NSA-​Überwachungsskandal mög­lichst schnell been­den: In der Sit­zung des Par­la­men­ta­ri­schen Kon­troll­gre­mi­ums (PKGr) am Mon­tag prä­sen­tier­te er ein Zusi­che­rung des ame­ri­ka­ni­schen Geheim­diens­tes, sich bei der Arbeit in Deutsch­land an Recht und Gesetz zu hal­ten. Außer­dem kün­dig­te er ein Anti-​Spionage-​Abkommen mit den USA an. Dem SPD-​Innenexperten und Vor­sit­zen­den des PKGr Tho­mas Opper­mann reicht das nicht. Er sag­te: „Dass sich Regie­run­gen befreun­de­ter Staa­ten ver­pflich­ten, nicht wech­sel­sei­tig ihre Minis­te­ri­en und Bot­schaf­ten aus­zu­spio­nie­ren, reicht nicht aus. Auch der Schutz der Bür­ger vor Aus­spä­hung muss in dem Abkom­men klar gere­gelt wer­den.“ mehr…

NSA-Überwachungsskandal

Vorwürfe gegen Steinmeier: „Jetzt wird es dreist“

Ein ein­fa­cher Hin­weis eines stell­ver­tre­ten­den Regie­rungs­spre­chers hat gereicht, um eine Groß­teil der Medi­en im Land dazu zu brin­gen, dem ehe­ma­li­gen Geheim­dienst­ko­or­di­na­ti­on Frank-​Walter Stein­mei­ner (SPD) die Schuld für die mas­sen­haf­te Über­wa­chung im Land zuzu­schie­ben.„Dreist“ nennt das die FRANKFURTER RUNDSCHAU. Der NDR-​Terrorexperte Joa­chim Hagen meint, „Hier wird Schwar­zer Peter gespielt“. mehr…

Frank-Walter Steinmeier | Foto: Marco Urban

Bundespolitik

Steinmeier über Geheimdienst-​Aktivitäten: „2001 bebte die Welt“

Die Bun­des­re­gie­rung hat in neun Wochen nichts getan, um zu ent­kräf­ten, dass durch PRISM Bür­ger­rech­te in Deutsch­land mas­siv ver­letzt wer­den, so Frank-​Walter Stein­mei­er. Mit den Vor­wür­fen des Vize-​Regierungssprechers Strei­ter ver­su­che Schwarz-​Gelb nun vom eige­nen Ver­sa­gen abzu­len­ken. „Es ist jäm­mer­lich, wie die Bun­des­re­gie­rung mit Ver­weis auf den 11. Sep­tem­ber 2001 ver­sucht sich aus der Ver­ant­wor­tung zu steh­len. Was an Zusam­men­ar­beit zur Auf­klä­rung eines grau­en­haf­ten Ver­bre­chens not­wen­dig war, hat nichts zu tun mit der lücken­lo­sen und flä­chen­de­cken­den Abschöp­fung von Daten unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger.“ mehr…