Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

Menschen und Daten

#DigitalLeben/Debatten

Alle reden vom Wetter

Muss man wis­sen, wer un­ter dem Regenschirm geht, um Regen vor­her­zu­sa­gen?

 „Alle re­den vom Wetter. Wir nicht“ – die­ser Slogan stand auf dem wohl be­rühm­tes­ten Plakat des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) aus dem Jahr 1968. Vor sty­lis­hem ro­ten Hintergrund wa­ren die Konterfeis von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Lenin zu se­hen – „hing da­mals in je­der lin­ken WG an der Wand“, schrieb Der Tagesspiegel. Allerdings war der Slogan ein Plagiat: Der Wetterspruch wur­de ur­sprüng­li­ch zwei Jahre zu­vor für ei­ne viel be­ach­te­te Werbekampagne der Deutschen Bundesbahn er­dacht. mehr…

Big Data/Buchtipp

Drohnen sind wie Dämonen

Alles und nichts. Ja und nein. Nur schein­bar ein Widerspruch – je­den­falls nicht dann, wenn man die Welt aus dem Blickwinkel ei­ner di­gi­ta­len Weltformel be­trach­tet. mehr…

Buchtipp/Informationsfreiheit

Iss diese Wurzel! Das Drama des Fortschritts von Johano Strasser

Über Anekdoten lacht man um­so mehr, je rea­li­täts­na­her sie sind. Etwa so, wie bei die­ser Kurzgeschichte, die den me­di­zi­ni­schen Fortschritt über die Jahrhunderte in Form von Anweisungen ei­nes Arztes (oder Heilers) an sei­nen Patienten la­ko­ni­sch zu­sam­men­fasst: mehr…

Zukunftsgespräche

Ambivalenz des Fortschritts, oder: gibt es Facebook in zehn Jahren noch?

Peter Thiel, Mitbegründer von PayPal und mitt­ler­wei­le Wagniskapitalgeber, hält die Innovationskraft in den USA für er­lahmt: „Wir woll­ten flie­gen­de Autos, und statt­des­sen ha­ben wir 140 Zeichen be­kom­men“, sagt er. Mittlerweile herrscht auch in den deut­schen Medien gro­ßer Skeptizismus: Wir wür­den nur no­ch die Gegenwart ver­wal­ten, sei­en des Fortschritts un­fä­hig ge­wor­den und ar­bei­ten im­mer no­ch die To-do-Liste aus den 1960ern ab. Forschung, Innovation, Fortschritt: Nihil no­vi. mehr…

Bürgerrechte/Meinungsfreiheit

Ein digitales Amen. Smarte Regulierung gegen digitale Macht.

Der Vorstoß des Apple-Chefs, Tim Cook, si­ch für Privatheit und Bürgerfreiheiten ein­zu­set­zen, in­dem si­ch das Unternehmen der Entscheidung ei­nes US-Gerichts, dem FBI mit ei­ner Software Zugriff auf das iPho­ne ei­nes der San-Bernardino-Attentäters zu er­öff­nen, wi­der­setz­te, be­ein­druck­te und po­la­ri­sier­te zu­gleich die Öffentlichkeit. Cooks Aussage „People ha­ve a ba­sic right to pri­va­cy“ er­lang­te Kultstatus.

Tim Cook ist aber nicht der er­s­te Apple-Manager, der si­ch ge­gen den Überwachungsstaat auf­lehnt. Zuvorgekommen ist ihm kein Geringerer als der le­gen­dä­re Firmengründer Steve Jobs. mehr…

Digitale Agenda/Veranstaltung

Datenpolitik ist wichtig. Aber nicht wahlkampfrelevant.

Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds, ver­rät, dass die Mitarbeiter von Mark Zuckerberg mit ih­rem Chef über al­les re­den kön­nen. Nur nicht über den Tarifvertrag. Fragen aus dem Publikum kön­nen le­dig­li­ch per SMS und auf Zetteln ein­ge­reicht wer­den. Andrea Nahles ruft zum Mitmachen beim Weißbuch über die Zukunft der Arbeit auf: „Arbeiten 4.0 – gu­cken Sie rein und be­tei­lig­ten Sie si­ch dar­an!“ Laut Staatssekretär Gerd Billen gä­be es im BGB meh­re Paragrafen zur Regelung des Binnenschwarms – aber no­ch kei­nen Rechtsrahmen für das Internet. Die Goldgräberstimmung ist vor­bei! Am ers­ten Tag geht der Kuchen, am zwei­ten die Programmhefte aus. Staatssekretär Matthias Machnig sieht Twitter als Mittel zur Selbstinszenierung – auch von Politikern – und nicht als Kommunikationsmedium. Und aus Hannelore Kraft wird Hannelore Kohl. Wenn auch nur für ei­nen Augenblick. mehr…

Big Data/Veranstaltung

Datenschutz muss attraktiver werden!

„Big Data und Verbraucherschutz“, Zukunftsdiskurs der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn, 16.11.2015

Big Data sei zum Stichwort für die Datenauswertung ge­wor­den, sagt Jeanette Rußbült von der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Eröffnung des Zukunftsdiskurses „Big Data und Verbraucherschutz“ in Bonn. Wir wüss­ten nicht, wer wel­che Daten von uns hät­te, kri­ti­siert sie, ob­wohl es recht­li­ch mal so an­ge­dacht war. Und doch: das Versprechen ei­nes stauf­rei­en Fahrens – sei das nicht ei­ne Idee, der al­le zu­stim­men wür­den? mehr…

Buchtipp

Es heischt nach Like

„Heute be­fin­den wir uns in­so­fern in ei­ner Krise des Schönen, als das Schöne zu ei­nem Objekt des Gefallens, des Like, zum Beliebigen und Behaglichen ge­glät­tet wird. Errettung des Schönen ist Errettung des Verbindlichen“, schreibt Byung-Chul Han in sei­nem ak­tu­el­len Essay Die Errettung des Schönen. mehr…

Hörtipp

Big-Data passt die Menschen den Maschinen an

Sie hat ein no­ch al­tes Handy und kauft si­ch kein neu­es Auto, „weil die Datenschleudern sind“. Die Technologie-Expertin Yvonne Hofstetter be­schäf­tigt si­ch in ih­rem Unternehmen mit Künstlicher Intelligenz. Sie ver­sorgt die Finanzindustrie mit cle­ver­er Software und ar­bei­tet für das US-Militär. Im Gespräch bei „NDR Info – Der Talk“ warnt warnt sie vor den Unternehmen, die al­les über uns wis­sen wol­len. mehr…

Evgeny Morozov

Buchtipp

Eine humane Gesellschaft durch digitale Technologien?

Evgeny Morozov dis­ku­tiert im ak­tu­el­len Band der Reihe „Philosophie und Politik“ die Frage, wie Big Data nicht nur dem neo­li­be­ra­len Marktradikalismus dient. Als ei­ner der wich­tigs­ten Kritiker der di­gi­ta­len Welt, warnt Evgeny Morozov seit Jahren, die Faszination des tech­ni­schen Fortschritts sol­le nicht blind ma­chen für neue Gefährdungen. Der blo­ße Glaube an ein­fa­che tech­ni­sche Lösungen – Morozov sprach von Solutionism – hel­fe nicht wei­ter. mehr…