Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

Digitale Agenda/Veranstaltung

Digitalisierung: überholen ohne aufzuholen?

Bür­ger sei­en manch­mal auch schi­zo, sag­te die ehe­ma­li­ge Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les am ers­ten Abend der Kon­fe­renz Digi­ta­ler Kapi­ta­lis­mus – Revo­lu­ti­on oder Hype in Ber­lin, sie wür­den sich Daten­schutz wün­schen und gleich­zei­tig mit ihren Daten nur so um sich wer­fen. Bla­ming the vic­tim? Eine Auf­fas­sung, die in der Poli­tik neu­er­dings recht häu­fig vor­kommt. mehr…

Menschen und Daten

#DigitalLeben/Debatten

Alle reden vom Wetter

Muss man wis­sen, wer unter dem Regen­schirm geht, um Regen vor­her­zu­sa­gen?

 „Alle reden vom Wet­ter. Wir nicht“ – die­ser Slo­gan stand auf dem wohl berühm­tes­ten Pla­kat des Sozia­lis­ti­schen Deut­schen Stu­den­ten­bun­des (SDS) aus dem Jahr 1968. Vor stylishem roten Hin­ter­grund waren die Kon­ter­feis von Karl Marx, Fried­rich Engels und Wla­di­mir Iljitsch Lenin zu sehen – „hing damals in jeder lin­ken WG an der Wand“, schrieb Der Tages­spie­gel. Aller­dings war der Slo­gan ein Pla­gi­at: Der Wet­ter­spruch wur­de ursprüng­lich zwei Jah­re zuvor für eine viel beach­te­te Wer­be­kam­pa­gne der Deut­schen Bun­des­bahn erdacht. mehr…

Big Data/Buchtipp

Drohnen sind wie Dämonen

Alles und nichts. Ja und nein. Nur schein­bar ein Wider­spruch – jeden­falls nicht dann, wenn man die Welt aus dem Blick­win­kel einer digi­ta­len Welt­for­mel betrach­tet. mehr…

Buchtipp/Informationsfreiheit

Iss diese Wurzel! Das Drama des Fortschritts von Johano Strasser

Über Anek­do­ten lacht man umso mehr, je rea­li­täts­na­her sie sind. Etwa so, wie bei die­ser Kurz­ge­schich­te, die den medi­zi­ni­schen Fort­schritt über die Jahr­hun­der­te in Form von Anwei­sun­gen eines Arz­tes (oder Hei­lers) an sei­nen Pati­en­ten lako­nisch zusam­men­fasst: mehr…

Zukunftsgespräche

Ambivalenz des Fortschritts, oder: gibt es Facebook in zehn Jahren noch?

Peter Thiel, Mit­be­grün­der von PayPal und mitt­ler­wei­le Wag­nis­ka­pi­tal­ge­ber, hält die Inno­va­ti­ons­kraft in den USA für erlahmt: „Wir woll­ten flie­gen­de Autos, und statt­des­sen haben wir 140 Zei­chen bekom­men“, sagt er. Mitt­ler­wei­le herrscht auch in den deut­schen Medi­en gro­ßer Skep­ti­zis­mus: Wir wür­den nur noch die Gegen­wart ver­wal­ten, sei­en des Fort­schritts unfä­hig gewor­den und arbei­ten immer noch die To-​do-​Liste aus den 1960ern ab. For­schung, Inno­va­ti­on, Fort­schritt: Nihil novi. mehr…

Bürgerrechte/Meinungsfreiheit

Ein digitales Amen. Smarte Regulierung gegen digitale Macht.

Der Vor­stoß des Apple-​Chefs, Tim Cook, sich für Pri­vat­heit und Bür­ger­frei­hei­ten ein­zu­set­zen, indem sich das Unter­neh­men der Ent­schei­dung eines US-​Gerichts, dem FBI mit einer Soft­ware Zugriff auf das iPho­ne eines der San-​Bernardino-​Attentäters zu eröff­nen, wider­setz­te, beein­druck­te und pola­ri­sier­te zugleich die Öffent­lich­keit. Cooks Aus­sa­ge „Peop­le have a basic right to pri­va­cy“ erlang­te Kult­sta­tus.

Tim Cook ist aber nicht der ers­te Apple-​Manager, der sich gegen den Über­wa­chungs­staat auf­lehnt. Zuvor­ge­kom­men ist ihm kein Gerin­ge­rer als der legen­dä­re Fir­men­grün­der Ste­ve Jobs. mehr…

Digitale Agenda/Veranstaltung

Datenpolitik ist wichtig. Aber nicht wahlkampfrelevant.

Rei­ner Hoff­mann, Vor­sit­zen­der des Deut­schen Gewerk­schafts­bunds, ver­rät, dass die Mit­ar­bei­ter von Mark Zucker­berg mit ihrem Chef über alles reden kön­nen. Nur nicht über den Tarif­ver­trag. Fra­gen aus dem Publi­kum kön­nen ledig­lich per SMS und auf Zet­teln ein­ge­reicht wer­den. Andrea Nah­les ruft zum Mit­ma­chen beim Weiß­buch über die Zukunft der Arbeit auf: „Arbei­ten 4.0 – gucken Sie rein und betei­lig­ten Sie sich dar­an!“ Laut Staats­se­kre­tär Gerd Bil­len gäbe es im BGB meh­re Para­gra­fen zur Rege­lung des Bin­nen­schwarms – aber noch kei­nen Rechts­rah­men für das Inter­net. Die Gold­grä­ber­stim­mung ist vor­bei! Am ers­ten Tag geht der Kuchen, am zwei­ten die Pro­gramm­hef­te aus. Staats­se­kre­tär Mat­thi­as Mach­nig sieht Twit­ter als Mit­tel zur Selbst­in­sze­nie­rung – auch von Poli­ti­kern – und nicht als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­um. Und aus Han­ne­lo­re Kraft wird Han­ne­lo­re Kohl. Wenn auch nur für einen Augen­blick. mehr…

Big Data/Veranstaltung

Datenschutz muss attraktiver werden!

„Big Data und Ver­brau­cher­schutz“, Zukunfts­dis­kurs der Friedrich-​Ebert-​Stiftung in Bonn, 16.11.2015

Big Data sei zum Stich­wort für die Daten­aus­wer­tung gewor­den, sagt Jea­net­te Ruß­bült von der Friedrich-​Ebert-​Stiftung zur Eröff­nung des Zukunfts­dis­kur­ses „Big Data und Ver­brau­cher­schutz“ in Bonn. Wir wüss­ten nicht, wer wel­che Daten von uns hät­te, kri­ti­siert sie, obwohl es recht­lich mal so ange­dacht war. Und doch: das Ver­spre­chen eines staufrei­en Fah­rens – sei das nicht eine Idee, der alle zustim­men wür­den? mehr…

Buchtipp

Es heischt nach Like

„Heu­te befin­den wir uns inso­fern in einer Kri­se des Schö­nen, als das Schö­ne zu einem Objekt des Gefal­lens, des Like, zum Belie­bi­gen und Behag­li­chen geglät­tet wird. Erret­tung des Schö­nen ist Erret­tung des Ver­bind­li­chen“, schreibt Byung-​Chul Han in sei­nem aktu­el­len Essay Die Erret­tung des Schö­nen. mehr…

Hörtipp

Big-​Data passt die Menschen den Maschinen an

Sie hat ein noch altes Han­dy und kauft sich kein neu­es Auto, „weil die Daten­schleu­dern sind“. Die Technologie-​Expertin Yvon­ne Hof­stet­ter beschäf­tigt sich in ihrem Unter­neh­men mit Künst­li­cher Intel­li­genz. Sie ver­sorgt die Finanz­in­dus­trie mit cle­ve­rer Soft­ware und arbei­tet für das US-​Militär. Im Gespräch bei „NDR Info — Der Talk“ warnt warnt sie vor den Unter­neh­men, die alles über uns wis­sen wol­len. mehr…