Arbeitskreis Digitale Gesellschaft

SPD Schleswig-Holstein

Grundrechte/Veranstaltung

Schufa abschaffen!

„Der digi­ta­le Fort­schritt bringt uns vor­an“ – die­ser Aus­sa­ge ist zunächst nichts ent­ge­gen­zu­set­zen. „Aber die gute digi­ta­le Gesell­schaft ist mehr als Tech­nik“, kon­ze­dier­te das Kon­gress­team #Digi­De­mos der Friedrich‐​Ebert‐​Stiftung und lud zu einer Aus­nah­me­ver­an­stal­tung. Im Fokus des Tages: Wie kommt digi­ta­ler Wan­del ALLEN Men­schen zugu­te? mehr…

Buchtipp/Informationsfreiheit

Iss diese Wurzel! Das Drama des Fortschritts von Johano Strasser

Über Anek­do­ten lacht man umso mehr, je rea­li­täts­na­her sie sind. Etwa so, wie bei die­ser Kurz­ge­schich­te, die den medi­zi­ni­schen Fort­schritt über die Jahr­hun­der­te in Form von Anwei­sun­gen eines Arz­tes (oder Hei­lers) an sei­nen Pati­en­ten lako­nisch zusam­men­fasst: mehr…

Bürgerrechte/Meinungsfreiheit

Ein digitales Amen. Smarte Regulierung gegen digitale Macht.

Der Vor­stoß des Apple‐​Chefs, Tim Cook, sich für Pri­vat­heit und Bür­ger­frei­hei­ten ein­zu­set­zen, indem sich das Unter­neh­men der Ent­schei­dung eines US‐​Gerichts, dem FBI mit einer Soft­ware Zugriff auf das iPho­ne eines der San‐​Bernardino‐​Attentäters zu eröff­nen, wider­setz­te, beein­druck­te und pola­ri­sier­te zugleich die Öffent­lich­keit. Cooks Aus­sa­ge „Peop­le have a basic right to pri­va­cy“ erlang­te Kult­sta­tus.

Tim Cook ist aber nicht der ers­te Apple‐​Manager, der sich gegen den Über­wa­chungs­staat auf­lehnt. Zuvor­ge­kom­men ist ihm kein Gerin­ge­rer als der legen­dä­re Fir­men­grün­der Ste­ve Jobs. mehr…

Anonymität/Klarnamenpflicht/Meinungsfreiheit

Meinungsfreiheit braucht Anonymität und keine Klarnamenpflicht

Der bedeu­tends­te Sozi­al­de­mo­krat der Neu­zeit ist den meis­ten nur unter sei­nem Ali­as­na­men bekannt. Kaum jemand kennt den bür­ger­li­chen Namen von Wil­ly Brandt: Her­bert Ernst Karl Frahm. Bei Wil­ly Brandt wür­den wohl Netz­werk­be­trei­ber mit Klar­na­men­pflicht wie Xing oder Face­book ver­schärft nach­fra­gen und ihm im Zwei­fel die Nut­zung des Diens­tes wegen Ver­sto­ßes gegen die Nut­zungs­be­din­gun­gen unter­sa­gen. Der Raus­wurf von Wil­ly Brandt wäre zwei­fels­oh­ne ein ech­ter Ver­lust für den Dis­kurs auf dem betref­fen­den Netz­werk. Wenn es nach dem Wil­len eini­ger Poli­ti­ker gin­ge, müss­te man Letz­te­res hin­neh­men, um Hass­re­den im Inter­net wirk­sam abzu­weh­ren. mehr…

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Partizipation

Onlife, oder die Verbannung der Nacktheit aus dem Internet

„Die Hälf­te der Mensch­heit ist auf Face­book“, kon­sta­tiert Lucia­no Flo­ridi, Pro­fes­sor für Phi­lo­so­phie und Ethik an der Uni­ver­si­tät Oxford und im Jahr 2012 Vor­sit­zen­der der EU‐​Kommission „Onlife Initia­ti­ve“, in einem Inter­view mit der Zeit­schrift Phi­lo­so­phie Maga­zin (06/​2015). Flo­ridi spricht von einer „onto­lo­gi­schen Macht“ der Inter­net­kon­zer­ne wie Goog­le, Apple oder Ama­zon und macht klar: „[…] natür­lich ist damit auch die Mög­lich­keit zur poli­ti­schen Ein­fluss­nah­me ver­bun­den.“
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Stau in der Nacht

Buchtipp

Zur Dissonanz zwischen Politik und Technologie oder: Ein Rechner ohne Namen

 „Bekannt­lich hat schon der jun­ge Marx die Auf­fas­sung ver­tre­ten, der kapi­ta­lis­ti­sche Pro­duk­ti­ons­pro­zess füh­re not­wen­dig zu einer fünf­fa­chen Ent­frem­dung der Sub­jek­te von ihren Hand­lun­gen (ihrer Arbeit), von ihren Pro­duk­ten (den Din­gen), von der Natur, von ande­ren Men­schen (der sozia­len Welt) und schließ­lich von sich selbst[1], schreibt Hart­mut Rosa in sei­nem Buch Beschleu­ni­gung und Ent­frem­dung. mehr…

Diskussion und World Cafe

Partizipation

You should be more explizit in step two! — Experimente zur Bürgerbeteiligung im Internet

Zwei Män­ner ste­hen vor einer eng mit For­meln beschrif­te­ten Tafel. Hin­ter einer Rei­he von Sym­bo­len und Zah­len ist eine Auf­schrift „Then a mira­cle occurs“ zu sehen, gefolgt von wei­te­ren Zah­len und For­meln. Der älte­re Mann weist den jün­ge­ren auf die­se Stel­le hin und sagt: „I think you should be more expli­zit here in step two.“ An die­ses alte Mathe‐​Cartoon muss man oft nolens volens den­ken, wenn man auf die Bür­ger­be­tei­li­gungs­ex­pe­ri­men­te im Inter­net zurück­blickt. mehr…

Online-Petitionen

Bundespolitik

Online‐​Petitionen: Arbeit des Parlaments verbessert

Öffent­li­che Peti­tio­nen haben die par­la­men­ta­ri­sche Arbeit und die Demo­kra­tie ver­än­dert. Seit zehn Jah­ren haben Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Mög­lich­keit, beim Bun­des­tag eine Peti­ti­on ein­zu­rei­chen. Die SPD‐​Bundestagsfraktion will das par­la­men­ta­ri­sche Peti­ti­ons­recht wei­ter stär­ken und ent­wi­ckeln. mehr…

Eine große Zahl: 2

Big Data

Nummerokratie II — Das konsumistische Manifest

Gute Infor­ma­tio­nen sind schwer zu bekom­men. Noch schwe­rer ist es, mit ihnen etwas anzu­fan­gen.“ Sher­lock Hol­mes

Von der „Ver­drän­gung des Theo­re­ti­schen durch das Fak­ti­sche“ spricht Rober­to Sima­now­ski in Data Love. Und meint damit Big Data Mining, wie neu­er­dings „die com­pu­ter­ge­steu­er­te Ana­ly­se gro­ßer Daten­samm­lun­gen auf bestimm­te Gesetz­mä­ßig­kei­ten und unbe­kann­te Zusam­men­hän­ge hin„1 genannt wird. mehr…

Bundespolitik

Mitreden: Antrag zur innerparteilichen Demokratie

Leh­ren aus dem geschei­ter­ten Mit­glie­der­be­geh­ren zu zie­hen, und die Par­tei­re­form wei­ter zu füh­ren, haben sich Yan­nick Haan und Yas­mi­na Banasz­cuk vor­ge­nom­men. Mit einem Antrag wol­len sie auf dem Bun­des­par­tei­tag im Herbst nach der Bun­des­tags­wahl Sat­zungs­än­de­run­gen bewir­ken, die es mehr Mit­glie­dern mög­lich machen soll, sich aktiv in die Arbeit der Par­tei ein­zu­brin­gen. Doch bevor sie den Antrag stel­len, set­zen Sie auf die Schwar­min­tel­li­genz und stel­len den Text online und laden zur Dis­kus­si­on ein. mehr…